#Teil 2

Fußball-Weltmeisterschaft in Russland:
Nützliche Tipps für WM-Besucher 

Sehr geehrte Damen und Herren,

in knapp zwei Monaten startet die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. In welchen Städten der Ball dann rollen wird, zeigen wir Ihnen im zweiten Teil unserer Sonderausgabe zur Fußball-WM. Diesmal an der Reihe: die Hauptstadt Moskau und die zwei weniger bekannten Millionenstädte Nischni Nowgorod und Rostow am Don. Einsteigen werden wir mit Tipps zur Wohnungs- und Unterkunftssuche in Russland und am Ende erwartet Sie wie gewohnt, eine Auswahl an russischen Fußball-Vokabeln.

Viel Vergnügen beim Lesen!

 

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Allgemeine Tipps


Wohnen und Unterkunft

Wer noch auf der Suche nach einer Unterkunft während der WM ist, sollte sich beeilen: Die Übernachtungsmöglichkeiten in einigen WM-Spielorten sollen bereits nahezu ausgeschöpft sein. 

Einen ersten Anlaufpunkt für noch verfügbare Hotels bietet die MATCH Accomodation 2018, der offizielle Unterkunftsserviceprovider der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2018. Neben Hotelübernachtungen können auf der russischen Vergleichsplattform Ostrovok auch Unterbringungen in den kostengünstigeren Jugendherbergen und Hostels gebucht werden.

Angebote zu privaten Ferienwohnungen sind über die Plattformen likehome und Airbnb einsehbar. Eine gar kostenlose Unterkunft lässt sich durch das sogenannte Couchsurfing finden. Dabei stellen Einheimische Reisenden einen Schlafplatz in ihrer eigenen Wohnung zur Verfügung. Durch den oftmals engen Kontakt zum Gastgeber wird auf diese Weise ein besonders authentisches Reiseerlebnis möglich gemacht.

Moskau


Das Herz Russlands

Die russische Hauptstadt liegt an dem Fluss Moskwa und ist mit mehr als 12 Mio. Einwohnern die größte Stadt des Landes. Moskau bildet nicht nur das politische und wirtschaftliche, sondern auch das kulturelle Herz Russlands. Das Stadtbild der Millionenmetropole ist sowohl geprägt von geschichtsreichen Bauwerken als auch ultramodernen Gebäuden und Wolkenkratzern.

Mit einer Kapazität von bis zu 81.000 Plätzen ist das Olympiastadion Luschniki das größte und zugleich älteste Fußballstadion Russlands. Neben dem Eröffnungsspiel wird dort auch das Finale der WM ausgetragen. Das kleinere Spartak-Stadion ist die zweite WM-Spielstätte in Moskau und stellt den Austragungsort für fünf weitere Spiele dar. Das offizielle Fan-Fest wird auf dem Gelände der Lomonossow-Universität eingerichtet, bietet Platz für 25.000 Fans und besticht durch einen spektakulären Ausblick auf die Moskauer Innenstadt.

Was sollten sich Moskau-Besucher auf keinen Fall entgehen lassen?

  • Die Besichtigung des Roten Platzes mit dem Kreml und der Basilius-Kathedrale.
  • Einen Spaziergang über die Twerskaja-Straße, einer der ältesten Straßen Moskaus.
  • Eine Erkundung der besonders kunstvollen Stationen der Moskauer Metro (z. B. Mayakovskaya, Komsomolskaya).

Weitere Tipps für Ihren Besuch in Moskau finden Sie hier.

Jugend- und Schüleraustausch mit Moskau

Moskau unterhält gleich mehrere Partnerschaftsbeziehungen zu deutschen Städten, wobei die seit 1992 bestehende Verbindung zu Berlin die älteste darstellt. Zu weiteren Städtepartnern zählen Düsseldorf (seit 1992) und Ingolstadt (seit 1995). Unterschiedliche Aktivitäten zwischen den Städtepartnern sorgen für einen lebendigen Austausch.
Auch im Bereich von Jugend- und Schüleraustauschen bestehen intensive Verbindungen. So wurden im vergangenen Jahr insgesamt 140 schulische und außerschulische Austauschprojekte mit Partnerorganisationen aus Moskau verwirklicht. Moskau ist damit die Stadt mit den meisten deutsch-russischen Begegnungen pro Jahr.

Nischni Nowgorod


Wo Oka und Wolga sich umarmen

An der Einmündung der Oka in die Wolga, rund 400 Kilometer östlich von Moskau, befindet sich die fünftgrößte Stadt Russlands. Dass Nischni Nowgorod einst eine wichtige Handelsstadt war, macht sich an den vielen Herrenhäusern und prächtigen Villen bemerkbar, die neben historischen Kirchen, Museen, sowjetischen Bauten und schönen Parkanlagen auch heute noch für eine abwechslungsreiche Atmosphäre sorgen.

Das eigens für die WM gebaute Nischni-Nowgorod-Stadion befindet sich am Ufer der Wolga und beherbergt bis zu 44.899 Zuschauer. Viele WM-Spiele können zusätzlich live auf dem Fan-Fest im Herzen des Stadtzentrums, auf dem Minin-und-Poscharski-Platz, verfolgt werden.

Was sollten sich Nischni-Nowgorod-Besucher auf keinen Fall entgehen lassen?

  • Einen Besuch des Nischni Nowgoroder Kremls mit seinen 13 Türmen und 2 km langen Mauern.
  • Einen Bummel durch die Bolschaja Pokrowskaya, der Hauptfußgängerzone der Stadt.
  • Einen Besuch des Rukawischnikow-Anwesens mit dessen Fassade im russischen Jugendstil.
  • Eine Fahrt mit der Seilbahn über die Wolga.

Weitere Tipps für Ihren Besuch in Nischni Nowgorod finden Sie hier.

Jugend- und Schüleraustausch mit Nischni Nowgorod

Nischni Nowgorod pflegt eine aktive Partnerschaft zur deutschen Stadt Essen: Austauschprogramme, Delegationsempfänge, Informations- und Kulturveranstaltungen, Konzerte und Feste werden von der Gesellschaft für Deutsch-Russische Begegnung Essen e.V. organisiert und zeugen von einem tatkräftigen Austausch. 
Seit bereits 27 Jahren besteht eine Partnerschaft zwischen dem Syker Gymnasium und dem Gymnasium No 2. Auch im letzten Jahr besuchten sich die Schülerinnen und Schüler wieder gegenseitig in Syke und in Nischni Nowgorod.

Rostow am Don


Das Tor zum Kaukasus

Rostow befindet sich am Ufer des Dons und ist mit über einer Million Einwohnern die größte Stadt Südrusslands. Die vielen Grünflächen, Parks, Erholungsheime und Sandstrände zeichnen die Stadt aus. Im „Tor zum Kaukasus“ ist die bunte Kosakenkultur nach wie vor vorherrschend, jedoch ist die Stadt auch für seine multi-ethnische Bevölkerung bekannt.

Die neugebaute Rostow Arena (Kapazität: 45.000) liegt am linken Ufer des Dons. Das Fan-Fest wird auf dem Theaterplatz im Zentrum der Stadt ausgerichtet und gewährt Blick auf mehrere einzigartige architektonische Monumente.

Was sollten sich Rostow-am-Don-Besucher auf keinen Fall entgehen lassen?

  • Einen Spaziergang über die Promenaden am Flussufer.
  • Den Besuch der Kathedrale zur Geburt der Jungfrau Maria.
  • Über die Bolschaja Sadowaja Straße zu schlendern, dem kulturellen Zentrum der Stadt.
  • Das Gorki-Theater, auch „Perle der sowjetischen Architektur“ genannt.

Weitere Tipps für Ihren Besuch in Nischni Nowgorod finden Sie hier.

Jugend- und Schüleraustausch mit Rostow am Don

Zwischen Dortmund und Rostow besteht eine 40-jährige partnerschaftliche Beziehung, die auf die Stärkung der ökonomischen, touristischen und kulturellen Beziehungen gerichtet ist. Auch in sportlicher Hinsicht besteht eine Verbindung: Die fußballaffine Stadt Dortmund unterstützt ihre Partnerstadt bei den Planungen und Vorbereitungen zur WM.
Schüler- und Fachkräftebegegnungen mit Partnern aus Rostow am Don wurden im vergangenen Jahr von dem Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk, dem Fürstenberg-Gymnasium Donaueschingen und dem Staatlichen Osterlandgymnasium Gera organisiert.

Sprachlich fit


Multikulti im Torraum

Wir alle fiebern dem Moment entgegen, wenn es alle von den Sitzen reißt und ein kollektives TOOOOR!!! ertönt. Bei der WM in Russland wird dann wohl eher ein lautstarkes „гол“ (gol) zu hören sein, denn das englische „goal“ hat, neben vielen anderen Sprachen, auch im Russischen einen Treffer erzielt. Und auch beim Elfmeter bedient sich das Russische beim englischen „penalty“ (penalti), während das Tor, in dem der Ball landen soll, „ворота“ (warota) heißt – ein Wort, dass seine Ursprünge im Litauischen hat. Daraus weiterentwickelt hat sich nach deutschem Vorbild "вратарь" (wratarj) – der Torwart. Trifft der Stürmer statt ins Tor nur den Pfosten, wird der eine oder andere Fan sicher ein enttäuschtes „штанга“ (stanga) murmeln, das unverkennbar aus dem Deutschen seinen Weg in die russische Sprache gefunden hat. Bleibt zu hoffen, dass es bei der WM zu einem ähnlich friedlichen Miteinander der Sprachen und Kulturen kommt, wie es im Torraum auf Russisch schon jetzt der Fall ist.

* Bitte antworten Sie nicht auf diese E–Mail. Bei Anmerkungen zum aktuellen Infobrief oder Abmeldung des Infobriefs, schreiben Sie einfach eine kurze E–Mail
an katrin.haft@stiftung-drja.de.

Stiftung Deutsch–Russischer Jugendaustausch gGmbH
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