#Teil 4

Fußball-Weltmeisterschaft in Russland:
Nützliche Tipps für WM-Besucher 

Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist soweit: Die Jagd auf den heißbegehrten Weltmeisterschaftstitel beginnt. Fans aus aller Welt werden in Russland ihre Teams anfeuern und unterstützen. Sollten auch Sie zur WM nach Russland reisen, dann heißt es aufpassen und die Zeit im Blick haben — dazu mehr in unseren allgemeinen Tipps. Im vierten und letzten Teil unserer Sonderausgabe zur Fußball-WM stellen wir Ihnen außerdem die Spielorte Sotschi und Wolgograd vor. Ebenfalls zum letzten Mal erwartet Sie ein sprachlicher Ausflug in die russische Sprache mit Vokabeln rund um das Stadion.

Viel Vergnügen beim Lesen!

 

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Allgemeine Tipps


Wer hat an der Uhr gedreht?

In Russland gibt es insgesamt 11 Zeitzonen. Das bedeutet, dass auch 11 Mal im ganzen Land zu Silvester auf das neue Jahr angestoßen wird. Während der WM müssen sich Fußball-Fans glücklicherweise nur auf vier Zeitzonen einstellen. Da Russland die Sommerzeit wieder eingestellt hat, beträgt der Zeitunterschied zu Deutschland in Moskau, St. Petersburg und acht weiteren WM-Spielorten lediglich eine Stunde. Keinen Zeitunterschied gibt es zu Kaliningrad, zwei Stunden Zeitverschiebung zu Samara und gar drei Stunden zur östlichsten Spielstätte, Jekaterinburg. Beim Reisen in Russland gilt daher: Die Uhr im Blick behalten und wenn nötig auch mal dran drehen.


Reiseführer in die russische Fußballkultur

Der Reiseführer "Doppelpass mit Russland" bietet ein Kaleidoskop aus Bildern und Perspektiven, um Russland und seiner Fußball-Landschaft auf die Schliche zu kommen. Das Buch wurde von der DFB-Kulturstiftung herausgegeben und steht als elektronische Version zum kostenlosen Download bereit. Auf 168 Seiten wird unter anderem folgenden Fragen nachgegangen: Wer wird in russischen Stadien als Kusmitsch bezeichnet? Warum wird der wahre russische Fußball in Schachteln gespielt? Und warum ist Moskau auch die Fußballhauptstadt des Landes?

Sotschi


An der russischen Riviera

Die Metropole am Schwarzen Meer ist die südlichste Gastgeberstadt der WM und eine der beliebtesten Urlaubsorte in Russland. Die Kombination aus subtropischen Klima an der Küste und den sich dahinter befindenden schneebedeckten Bergen des Nordkaukasus machen die Stadt einzigartig. Durch die Austragung der Olympischen Winterspiele 2014 und der Paralympics rückte die Stadt an der russischen Riviera, die bis dahin im Westen nur wenig bekannt war, weltweit in das öffentliche Interesse.

Das Olympiastadion in Sotschi wurde für die WM umgebaut, sodass die Zuschauerzahl von 40.000 auf rund 48.000 erhöht werden konnte. Insgesamt werden während der WM sieben Spiele im Fischt-Stadion stattfinden, welches dem Publikum eine Aussicht auf die Berge als auch das Meer ermöglicht. Bis zu 10.000 Fans können sich in der Einkaufspassage am Seehafen, dem Ort des Fan-Festes, aufhalten.

Was sollten sich Sotschi-Besucher auf keinen Fall entgehen lassen?

  • Den Botanischen Garten „Dendrarium“, der mit zahlreichen Baum- und Straucharten einem Urwald gleicht.
  • Das Gebäude des Wintertheaters mit dessen 88 korinthischen Säulen.
  • Die Kathedrale des Erzengels Michael, die älteste orthodoxe Kirche in der Region.
  • Eine lichtgewaltige Show an den „singenden Brunnen“ im Olympiapark.

Weitere Tipps für Ihren Besuch in Sotschi finden Sie hier.

Jugend- und Schüleraustausch mit Sotschi

Die beiden Bade- und Kurorte Baden-Baden und Sotschi verbindet seit 2012 eine partnerschaftliche Beziehung, welche das Ziel verfolgt, gemeinsame Projekte in den Bereichen Soziales, Wirtschaft, Technik und Kultur zu fördern.
Jugend- und Schüleraustausche mit Partnerorganisationen aus Sotschi wurden im vergangenen Jahr von JunOst e. V., dem Gymnasium Kaltenkirchen und der Sophie-von-Brabant-Schule Marburg durchgeführt.   

Wolgograd


Die Denkmalstadt

Wolgograd (ehemals Stalingrad) zieht sich über 70 Kilometer am rechten Ufer der Wolga entlang. Das im Zweiten Weltkrieg völlig zerstörte Stadtzentrum wurde nach Kriegsende im „Stalin-Empire-Stil“ neu aufgebaut und das ist bis heute deutlich zu erkennen: Das Stadtbild ist geprägt von pompösen und mächtigen Bauten sowie einer Fülle von Denkmälern, welche an den Sieg der Roten Armee in der Schlacht um Stalingrad erinnern. Die Stadt gilt heute als aufstrebende Metropole und bedeutendes industrielles Zentrum Süd-Russlands.

Was sollten sich Wolgograd-Besucher auf keinen Fall entgehen lassen?
  • Den Gedenkpark „Mamajew Kurgan“ mit der Mutter-Heimat-Statue, die mit 52 Metern Höhe die größte freistehende Statue der Welt ist.
  • Einen Spaziergang über den Boulevardteil des Lenin Prospekts, der Hauptstraße von Wolgograd.
  • Die Backstein-Ruine der „Grudinin-Mühle“, dem einzig erhaltenen Gebäude des Krieges.
Weitere Tipps für Ihren Besuch in Wolgograd finden Sie hier.

Jugend- und Schüleraustausch mit Wolgograd

Wolgograd unterhält viele unterschiedliche Verbindungen zu Deutschland. So sind Köln (seit 1988), Chemnitz (seit 1988) und Berlin-Spandau (seit 1995) allesamt Städtepartner der südrussischen Metropole.
Jugend-, Schüler- und Fachkräftebegegnungen mit Partnern aus Wolgograd wurden im vergangenen Jahr u.a. vom Deutsch-Russischen Austausch e.V., VFKJ e.V. und der Evangelischen Kirchengemeinde Sieversdorf organisiert. Im Rahmen der deutsch-russischen Fußballwoche fand am 8. Mai in Wolgograd ein Freundschaftsspiel zwischen der deutschen und russischen U18-Nationalmannschaft statt. Unser Geschäftsführer Thomas Hoffmann war an dem Briefing der deutschen Spieler beteiligt und informierte über Russland und dessen historische Hintergründe. Nicht nur der sportliche Wettstreit stand im Vordergrund: Unter dem Motto "Fußball verbindet" gedachten beide Mannschaften am "Tag des Sieges" den Opfern des Zweiten Weltkrieges, die in Wolgograd ums Leben kamen.

Sprachlich fit


Auf ins Stadion!

Ausgestattet mit einem Ticket und der gültigen Fan-ID steht dem Besuch in einem der 12 WM-Stadien nichts mehr im Wege. Auch sprachlich wird der Besuch für alle, die kyrillische Buchstaben lesen können, fast zum Heimspiel, denn viele Bezeichnungen sind den deutschen sehr ähnlich. Dies zeigt sich bereits beim Austragungsort: Ob стадион (ßtadion) oder арена (arena) – beides ist uns bestens bekannt. Einlass ins Stadion findet man am вход (fchod). Nach den Eingangskontrollen wird es dann wieder vertrauter: Auf geht’s zur трибуна (tribuna) im entsprechenden блок (blok) bzw. сектор (ßektor). Auch die richtige этаж (etasch) ist schnell gefunden, wenn man weiß, dass in Russland das Erdgeschoß bereits der ersten Etage entspricht. Fast angekommen am Platz, sollte man dann noch die Begriffe ряд (rjad) für Reihe und место (mjesto) für Sitzplatz kennen. Aber ganz unabhängig davon, ob live im Stadion in Russland oder daheim beim Public Viewing, wünschen wir allen eine spannende Чемпионад мира по футболу (Tschempionad mira po futbolu). Es kann losgehen!


Deutsch-russisch-polnischer Sprachführer "Drei Drusja z boizka"

Wer nun noch mehr russische Fußball-Vokabeln kennen lernen möchte, kann sich im Shop der Stiftung DRJA (Rubrik Sprache und Landeskunde) den kleinen deutsch-russisch-polnischen Sprachführer "Drei Друзья z boiska" bestellen. Er enthält Worte, Wendungen und vollständige Sätze. Dadurch können sich Jugen-dliche aus den drei Ländern selbstständig verabreden und sich über Fußball sowie andere Themen austauschen. Alle Formulierungen sind für die Leser der jeweils anderen Sprachgruppen in leicht verständliche Lautschrift übertragen.

* Bitte antworten Sie nicht auf diese E–Mail. Bei Anmerkungen zum aktuellen Infobrief oder Abmeldung des Infobriefs, schreiben Sie einfach eine kurze E–Mail
an katrin.haft@stiftung-drja.de.

Stiftung Deutsch–Russischer Jugendaustausch gGmbH
Mittelweg 117 b
20149 Hamburg
Fon +49 (0) 40.87 88 679–30
Fax +49 (0) 40.87 88 679–20
www.stiftung-drja.de/

Geschäftsführer: Thomas Hoffmann
Amtsgericht Hamburg HRB 97122